Auf ein Eis mit klaren Positionen

FDP-Landtagskandidatin Claudia Felden in Rauenberg im Gespräch

Rauenberg. Bei winterlichen Temperaturen lud FDP-Landtagskandidatin Claudia Felden zu „Auf ein Eis beim Aki“ nach Rauenberg ein. Trotz kühler, regnerischer Witterung war die Veranstaltung zur Mittagszeit gut besucht. Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Austausch bei Eis, Kaffee und Tee. Die Räumlichkeiten des Eiscafés La Fontana boten dafür einen lockeren Rahmen.

Landtagskandidatin Claudia Felden (2.v.l.) im Bürgergespräch (Foto: Dr. Matthias Spanier)

Gleich zu Beginn stellte sich die zentrale Frage eines Bürgers: „Warum sollte man Sie wählen?“ Die Kandidatin verwies auf ihre langjährige Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen. Als Bürgermeisterin kenne sie die kommunale Ebene aus erster Hand, als Selbstständige bringe sie wirtschaftliche Kompetenz mit, und als fünffache Großmutter liege ihr besonders die Zukunft der jungen Generation am Herzen. Sie wolle nicht aus finanziellen Interessen in den Landtag, sondern aus Überzeugung, um konkret etwas für das Land zu bewegen.

Ein Schwerpunkt der Diskussion war die Bedeutung einer starken Wirtschaft. „Ohne Wirtschaft läuft nichts“, betonte Claudia Felden. Arbeitsplätze, Zukunftsperspektiven und auch die finanzielle Ausstattung der Kommunen hingen unmittelbar von einer florierenden Wirtschaft ab. Kindergärten, Schulen, Schwimmbäder oder der öffentliche Nahverkehr seien letztlich nur finanzierbar, wenn die wirtschaftliche Basis stimme.

Im Gespräch erläuterte sie die Auswirkungen steuerpolitischer Entscheidungen auf Städte und Gemeinden, die sie als Bürgermeisterin von Leimen aus erster Hand kennt. Kommunen erhielten einen Anteil an der Einkommensteuer, der jedoch gedeckelt sei. Wenn – aus ihrer Sicht zu Recht – die kalte Progression bekämpft und Steuerfreibeträge erhöht würden, bedeute dies zugleich geringere Einnahmen für die Kommunen. Gespart werde dann häufig bei freiwilligen Leistungen oder in der Qualität von Angeboten, etwa im ÖPNV. Das treffe insbesondere Jugendliche in ihrer Mobilität und Freiheit.

Einsparpotenziale sieht die Kandidatin vor allem im Abbau von Verwaltungsebenen. Und bei den Förderprogrammen sprach sie sich für eine Umstrukturierung aus. Rund 400 Fördertöpfe verursachten hohen bürokratischen Aufwand. Würden diese Mittel stattdessen direkt an die Kommunen gegeben, könnten Verwaltungsaufwand und Personalkosten reduziert werden. Auch eine Verschlankung von Verwaltungsebenen, etwa durch eine Neuordnung der Aufgaben von Regierungspräsidien, könne Effizienzgewinne bringen. Sorgen um Arbeitsplätze in der Verwaltung wies sie zurück: Aufgrund des demografischen Wandels bestehe bereits heute ein erheblicher Personalbedarf.

Beim Thema Schulden sprach sich die Kandidatin klar für Haushaltsdisziplin aus. Die gestiegene Zinslast – sie nannte als Beispiel eine Steigerung von 300.000 auf 1,2 Millionen Euro im Rhein-Nekcar-Kreis – zeige, wie schnell finanzielle Spielräume schwänden. Höhere Zinsen belasteten nicht nur die öffentliche Hand, sondern auch private Bauherren. Das verschärfe die Wohnungsnot und treffe insbesondere jene, die sich erst Eigentum aufbauen wollten.

Auch regionale Infrastrukturprojekte wurden angesprochen. Einen komplett vierspurigen Ausbau der Straße L723 zwischen der A6-Anschlußstelle Wiesloch/Rauenberg und dem Kreuz Walldorf bezeichnete die Kandidatin als dringend notwendig. Rückstaus auf die Autobahn stellten ein Sicherheitsrisiko dar und seien weder für Anwohner noch für die Umwelt akzeptabel.

Zum Abschluss unterstrich sie ihre Verbundenheit mit der Region. Als aussichtsreiche Kandidatin der Landesliste wolle sie sicherstellen, dass regionale Anliegen auch künftig im Landtag Gehör fänden. Deutlich wurde bei der Veranstaltung: Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich klare Prioritäten bei Finanzen, Wirtschaft und kommunaler Ausstattung.

Weitere Informationen finden Sie auf https://claudia-felden.wahl.freie-demokraten.de/